1920

Im Juli gründen Polizeibeamte in Duisburg eine Fußballmannschaft und legen damit den Grundstein für den späteren PSV Duisburg 1920 e. V. Die ersten Fußballspiele auch gegen andere Vereine, wie Turnerkreis "Duissern" und den Kaßlerfelder Turnverein, finden statt.

1921

1. Vorsitzender des "Polizeivereins für Leibesübungen" wird Polizei­leutnant Flade; ferner werden auf einer vom damaligen Polizeimajor Dr. Leon einberufenen Versammlung Satzung und Spielordnung erstellt (heute nicht mehr greifbar).

Gründung des Polizeisportverein Hamborn. 1. Vorsitzender wird Poli­zeihauptwachtmeister Hartwig.

Im März besetzen französische Truppen Duisburg und Hamborn.

Der PSV Hamborn erhält eine eigene Sportanlage mit Laufbahn in der Nähe der Polizei-Unterkunft in der Friedrichschule.

In Hamborn findet das erste Polizeisportfest statt und erhält in der Öffentlichkeit großen Beifall. Die Fußballmannschaft in Duis­burg nimmt an den Meister­schaftsspielen des Westdeutschen Spielverbandes teil, nachdem die Polizisten sich zuvor dem Verband angeschlossen haben. Sie schaf­fen auf Anhieb den Aufstieg von der Klasse C in die Klasse "B".

1922

Deutsche Leichtathletikmeisterschaften in Duisburg. Zehnkampfmei­ster wird Hoffmann, der an der Polizeischule in Berlin tätig ist und Hans Berger ausbildet.

Beginn der zunächst schleichenden Inflation.

1923

Die Fußballmannschaft der Duisburger Polizei wird während eines Spiels im linksrheinischen Friemersheim von Soldaten der Besatzungsmacht ver­haftet, später aber wieder freigelassen.

Ende der Inflation (1 Billion Mark = 1 Rentenmark).

1924

Die Fußballabteilung löst sich auf, weil die äußeren Bedingungen einen Spielbetrieb nicht mehr zulassen. Torwart Franken geht zum V.f.v.B. Ruhrort, Berger u. a. zum Kaßlerfelder Ballspielklub und Robertz u. a. zu Preußen Duisburg.

Ende des Jahres greift wiederum der PoL-Major Dr. Leon ein und grün­det mit PoL-Hauptmann Forster und Pol.-Leutnant Schwanke eine Handballabteilung, die sich in kurzer Zeit durch achtbare Erfolge einen Namen macht. Fast alle "Fahnenflüchtige" kommen wieder zurück. Pol.-Hauptmann Forster wird 1. Vorsitzender.

Pol-Meister Grull wird Reichspolizeimeister über 5000 und 10000 Meter im Langlauf.

1925

In Hamborn hat die Handballmannschaft überraschend große Erfolge.

In Hamborn legt der 1. Vorsitzende Hartwig sein Amt nieder. Pol.-Ober­wachtmeister Fligge übernimmt den kommissarischen Vorsitz. Er wird außer­dem Schriftführer, Kassierer, Leichtathletik- und Handballobmann zugleich. Im Juni findet in Duisburg die Festwoche zur "Jahrtausendfeier der Rheinlande" statt.

Im September wird das Hamborner Stadion und Schwelgernbad eröffnet. Im September besucht der Reichspräsident Paul von Hindenburg das von den Besatzungstruppen geräumte Duisburg.

1926

Die 1. Handballmannschaft wird Kreismeister u. a. mit den Spielern Schmidt, Borgmann, Hammacher, Rempel, Holenfelder und Schlipf. Heinrich Schultz wird Stadtmeister im Boxen (Schwergewicht).

Eine Sportwerbewoche in Hamborn zeigt der Bevölkerung Sport auf sämtlichen Übungsgebieten der polizeilichen Ausbildung.

Eine Fußballabteilung nimmt erneut den Spielbetrieb auf.

Die Sportplatzanlage an der Friedrichschule (Kopernikusstr.) in Hamborn muß aufgegeben werden.

Das Sportgelände in der Wedau (Sportpark Wedau) wird im Mai eröffnet.

1927

POl.-Leutnant Wellm wird von Hamborn nach Duisburg versetzt. Sein Nachfolger als 1. Vorsitzender in Hamborn wird Pol.-Leutnant Saunus. Die Verstaatlichung der Polizeiverwaltungen in Duisburg und Hamborn und die damit verbundene Vereinigung der Schutzpolizeien schafft die Grundlage für die Zusammenführung beider Polizeisportvereine.

Am 9. Juli 1927 wird nach längeren Verhandlungen die Fusion bei der Vereine zur "Polizeisportvereinigung" Duisburg-Hamborn vollzogen. 1. Vorsitzender wird Pol.-Major Bauer, 2. Vorsitzender Pol.-Hauptmann Saul, Schriftführer Pol.-Leutnant Wellm. Diesem Vorstand gehört u. a. auch der spätere Polizeirat und Leiter des Schutzbereichs III (Mitte) im Poli­zeipräsidium Franz Theelen an, den einige ältere Polizeibeamte heute noch in Erinnerung haben werden. Theelen vollzieht übrigens die offizi­elle Übergabe von Hamborn!

Karl Robertz übernimmt die Fußballer.

1928

Gründung einer KKS-Abteilung durch Pol.-Hauptwachtmeister Werner. Die Schießsportler werden stärkste Abteilung des Vereins.

Im Herbst Herausgabe der ersten Vereinszeitschrift.

1929

Neuer 1. Vorsitzender wird Pol.-Leutnant Wellm, 2. Vors. Pol.-Meister Deubel, der neben Adolf Mieden (Kassenwart) zu den engagiertesten Mitarbeitern gehört.

Pol.-Meister Deubel gründet eine Faustballabteilung.

Die Leichtathleten u. a. mit Goitsch, Borgards, Gerull, Menne, Münch­berg, Hackstein und Angenendt führen den ersten Klubkampf gegen den Sportverein Neuenkamp durch.

Im August wird Hamborn in Duisburg eingemeindet; ferner ein Teil der Landbürgermeisterei Angermund. Man macht damals Hamborn einige Konzessionen und nennt die Stadt jetzt Duisburg-Hamborn. Erst am 30.3.35 wird im Städtenamen das Wort Hamborn offiziell gestrichen. Übrigens hatten die Hamborner, ehe sie von Duisburg "eingenommen" wurden, unter ihrem damaligen Oberbürgermeister Dr. Rosendahl auch "Eingemeindungsgelüste“: Walsum und sogar Dinslaken sollten die "Opfer" sein. Aber es kam ganz anders!

Im November unternimmt Max Valier mit seinem Raketenauto auf dem Kalkweg einen Rennversuch.