1930

Pol.-Leutnant Pindur gründet eine neue Schwimmabteilung, Pol.-Hauptwachtmeister Weise eine Schweratlethikabteilung und Pol.-Wachtmeister Schönenbach eine Boxabteilung.

1. Vors. wird Po.l-Hauptmann Wolf, 2. Vors. Pol.-Hauptmann von Vormann, Schriftführer Pol.-Oberleutnant Wellm, Kassenwart Pol.-­Oberwachtmeister Adolf Mieden, Pressewart (der erste) Pol.-Wacht­meister Borgards.

Die Vereinszeitschrift wird nach kurzer Unterbrechung wieder her­ausgegeben.

1931

Der Vorsitzende des damaligen Reichsausschusses für Polizeisport, von Majewski, erläßt einen Aufruf an alle deutschen Polizeisportler, in dem die für dieses Jahr in Aussicht genommenen Deutschen Pol.-Meisterschaften der schweren Notlage unseres Vaterlandes wegen verboten werden.

1933

Durch die Trennung der Landespolizei von der Schutzpolizei zu einem eigenen Verband zerbricht auch das organisatorische Gefüge des Vereins. Offiziere, die lange Jahre aktiv oder in der Vereinsleitung tätig sind, werden versetzt. Pol.-Hauptmann Wolf, ein dem Sport zugetaner Mann, geht zur Wehr­macht. Er starb 1975 als General a. D. in Bayreuth. Die sportliche Tätigkeit im Verein erlahmt.

Wieder ist ein alter Vereinskamerad, dessen Engagement es zu verdanken ist, daß das sportliche Leben im PSV nicht ganz erlischt. Pol.-Kommissar Burghardt Deubel übernimmt den kommissarischen Vorsitz. Eine kampf­starke Leichtathletikmannschaft wird gebildet, die hinter Berlin in einer Punktewertung den 2. Platz belegt.

Der "Deutsche Reichsausschuß für Polizeisport" wird aufgelöst und der größte Teil der alten "Experten" in Pension geschickt.

Der Polizeisport wird nunmehr "von oberster Stelle" gelenkt durch ein ständiges Referat im Reichministerium. Der freien Entfaltung der Poli­zeisportvereine wird damit ein Ende gesetzt.

Wieder ist es langjähriges Mitglied, das allen Widerständen zum Trotz eine kampfstarke Fußballmannschaft zusammenbringt, nämlich der unermüdliche Karl Robertz.

Eine Handballmannschaft entsteht ebenfalls.

Der damalige Oberbürgermeister Dr. Jarl Jarres reicht ein Gesuch um Beurlaubung ein. Dem wird stattgegeben. Dr. Ernst Keller wird erster nationalsozialistischer Oberbürgermeister.

Im September findet die erste Verdunklungsübung statt. Auch der Ver­fasser dieser Chronik erlebt in seiner Heimat (Mecklenburg) die ersten "Scheinwerferübungen der Flak" am dunklen, sommerlichen, noch fried­lichen Abendhimmel.

Weitblickende Sportler sehen schwere Zeiten voraus und mit Recht, wie die Geschichte heute lehrt.

1934

Am Kaiserberg beginnen die Arbeiten an der Reichsautobahn.

Hans Berger und seine Kameraden belegen den 3. Platz bei den Deutschen Polizei- meisterschaften im Mannschafts-Straßenrennen auf schweren Dienst­fahrrädern.

1936

PoL-Major Severt übernimmt die Vereinsführung. Geschäftsführer wird der langjährige Kassenwart Adolf Mieden .

1937

Die Mitgliedschaft im PSV wird für alle Polizeibeamte durch Erlaß des Reichsministers befohlen!

PoL-Major Schmidtke führt die KKS-Abteilung und wird mit den Kameraden Lapczyua, Wodtke und Südorf Stadtmeister.

1938

Die "Karl Robert-Elf" schafft den Aufstieg von der Kreis- in die Bezirks­klasse der Fußballer u. a. mit folgenden Spielern: Tölke, Stenberger, Susen, Vandre, Hetzei, Möhlenkamp, Brands, Behrend und Hüttinger. Im Pokalspiel unterliegen sie dem VfvB Alsum, können aber in der Bezirks­klasse die Tabellenspitze halten.

Hans Berger spielt Faustball.

1939

Die Teilnahme an Meisterschaftsspielen werden eingestellt.

Am 1. September beginnt der 2. Weltkrieg. Das Vereinsleben stagniert.