1990

Wachablösung im geschäftsführenden Vorstand bei der satzungsgemäßen Jahreshauptversammlung am 8. Mai in der Mercatorhalle. 2. Vorsitzender Heinz-Helmut Gerecke steht nach 10jähriger Tätigkeit als 2. Vorsitzender nicht mehr zur Verfügung. Aus Altersgründen scheiden Adolf Stritzke nach 27 Jahren Verantwortung als Geschäftsführer und Pressewart sowie Hans Jeschinowski nach 10jährigem Wirken als Kassenwart aus dem Vorstand aus.

Neuwahlen zum Vorstand ergeben: Manfred Althaus, Leiter Fußballabteilung, zum 2. Vorsitzenden, Dieter Langner, Leiter Freizeitsportabteilung, zum Geschäftsführer, Wolfgang Janick, Kassen wart Freizeitsportabteilung, zum Kassenwart, Hans-Peter Schneider, Leiter Faustballabteilung, zum Pressewart.

Der Mitgliederbestand zum 1. 1. 1990 beträgt 1556 Personen. Der Verein beschäftigt 31 Übungsleiter, zwei Organisations- und zwei Jugendleiter, alle mit den erforderlichen Lizenzen des LSB NW.

Die Vereinsjugend verbringt unter Leitung von Schwimm-Jugendwartin Evelyn Thiemontz zwei Wochen auf der Nordseeinsel Langeoog.

Der Polizeisportverein Duisburg richtet ebenfalls im Oktober für das Land NRW die Polizeilandesmeisterschaften im Waldlauf aus.

PSV- Vorsitzender Schneider eröffnet die Landesmeisterschaften im Waldlauf.

Nach ihrer Trennung von der Judoabteilung geht Budo eigene, erfolgreiche Wege. Bei einem Vergleichskampf von 13 Vereinen aus NRW holen unsere Budokas in der Mannschaftswertung den 1. Platz und damit den Siegerpokal nach Duisburg.

Die Fußballjugend startet zur 5. USA-Reise. Kalifornien, Arizona und Hawaii stehen auf dem Reiseprogramm.

Beim allgemeinen Spiel- und Trainingsbetrieb warten gerade die Fußballer auf den Neubau des Vereinsheims.

Aus dem Bestand des benachbarten Postsportvereins, der aus städteplanerischen Gründen von seiner bisherigen Platzanlage ausgesiedelt wird und einen neuen Sportplatz mit Vereinsheim erhält, erwerben wir für wenig Geld eine noch sehr gut erhaltene komplette Flutlichtanlage mit 6 Großmasten, die mit dem freiwilligen Arbeitseinsatz vieler Helfer schließlich auf unserem eigenen Gelände errichtet wird.

Die Faustballabteilung führt zu Jahresbeginn erneut souverän die Tabelle an und qualifiziert sich wiederum für die Westdeutschen Meisterschaften. Dennoch hat die Mannschaft um Hans-Peter Schneider zunehmend Probleme; es fehlt der geeignete Nachwuchs.

Die Tennisabteilung unter Leitung von Klaus Knüfermann feiert am 1. Mai ihr" 10-jähriges".

Die American Footballer "Duisburg Flames" präsentieren erstmalig eine Jugendmannschaft, die in Spielgemeinschaft mit den "Essen Cardinals" in die Jugendliga einsteigen. Die erste Mannschaft marschiert, nachdem sie erst im vergangenen Jahr in die Verbandsliga aufgestiegen war, gleich weiter in die NRW-Liga und sichert sich dort die Vizemeisterschaft.

Bei der Schwimmabteilung tritt Ernst Stolte als neuer Abteilungsleiter die Nachfolge von Otto Jokmin an, der 28 Jahre ununterbrochen die Abteilung geführt hat. Udo Beunink wird Stoltes Nachfolge in der Funktion des Wasserballwartes.

Schwimmwart Arnold Schmitz erhält die Goldene Ehrennadel des Westdeutschen Schwimmverbandes, er hat sie sich verdient. Allein in acht Wettkämpfen bringen die Schwimmer 56 Gold-, 39 Silber- und 40 Bronzemedaillen nach Hause. Jüngste SchwimmAsse sind Sebastian Gaupp (10), Meika (8) und Stefan Thiemontz (12), Eva Gaupp (12), Rebecca ldziaszek (13), Marc Scheuten (13), Sandra Jeruzel (14) und Sandra Schulz (14).

Im "verflixten 7. Jahr" ihrer Oberligazugehörigkeitsteigen die Wasserballer in die Verbandsliga ab.

Am 10. und 11. November werden durch Polizeipräsident Cebin die schon traditionellen "Sprintertage" eröffnet.

Die Freizeitsportabteilung unter Leitung von Dieter Langner organisiert die 8. Duisburger Stadtmeisterschaft im Fußball für Altliga-Mannschaften.

Nach dem Rücktritt von Kurt Sons als Abteilungsleiter Judo werden die Weichen für eine Neuorganisation gestellt. Die Budo-Sportler unter Horst Radtke haben sich verselbständigt und bilden eine eigene Abteilung. Als neuer, mit nur 21 Jahren übrigens bisher lebensjüngster Abteilungsleiter im Polizeisportverein Duisburg, übernimmt Erik Gruhn die Judo-Abteilung, sein Stellvertreter wird Wolfgang Sandten.

Die Stadt Duisburg schließt allerdings wegen baulicher Mängel für mehrere Monate die Sporthalle der Gertrud-Bäumer-Schule, wichtigste Trainingsstätte der Judokas. Nach intensiven Bemühungen gemeinsam mit dem Sportamt können schließlich behelfsmäßige Alternativen für ein Notprogramm gefunden werden.

Carl Giesen, Boxsportabteilung, weit über Duisburg hinaus bekannt, wird 75 Jahre alt.

Als erfolgreichster Verein erringen unsere Boxer bei den Westdeutschen Meisterschaften allein drei Titel: Zafer Ayna im Halbfliegengewicht, sein Bruder Enver Ayna im Leichtgewicht, Lutz Brors im Federgewicht.

Ein freudiger und ehrenvoller Empfang im Polizeipräsidium durch Polizeipräsident Rolf Cebin und dem PSV-Vorsitzenden Schneider ist danach selbstverständlich.

Am 8. Oktober stehen unsere Boxer beim Westdeutschen Rundfunk in Köln in der Sendung "Hörer machen Programm" vor den Mikrofonen für ihren Sport Rede und Antwort.

Dr. Wilfried Lange, Schachabteilung, seit den 20er Jahren seinem Sport verbunden und nationaler Alt-Meister, wird 80 Jahre alt.

1991

Die Stadt Duisburg erteilt die Baugenehmigung für unser neues Vereinsheim.

Im April versterben unser Ehrenmitglied Ferdinand Freiburg (80 Jahre) und der langjährige, überaus erfolgreiche Leiter der Faustballabteilung, Walter Tödter (65 Jahre).

PSV-Vorsitzender Schneider wird im Rahmen des Partnerschaftsabkommens zwischen den Ländern Nordrhein-Westfalen und Brandenburg für ein Jahr dienstlich an die Polizeischule Potsdam abgeordnet.

Alt-Vorsitzender (1966 - 1980) Fritz Decker, Ehrenmitglied, feiert bei bester Gesundheit seinen 75. Geburtstag.

Carl Giesen, Boxabteilung, erhält aus der Hand von Oberbürgermeister Josef Krings am 4. März in der Mercatorhalle die Sportehrenplakette der Stadt Duisburg.

Am 10. März richtet die Boxabteilung die diesjährigen Niederrheinmeisterschaften, gleichzeitig auch Qualifikationsturnier für die Westdeutschen Meisterschaften, aus.

Am 2. November richtet die Boxabteilung unter Leitung von Karl-Heinz Haugg und umfangreicher Mitwirkung auch des sog. "Hauptvereins", hier insbesondere Pressewart Hans-Peter Schneider und Geschäftsführer Dieter Langner, den Boxländerkampf der Junioren Deutschland gegen Rumänien aus.

Zum Jahreswechsel 90/91 wird Willi Pöhls zum Clubmeister der Motorsportabteilung für das Jahr 1990 gekürt.

Im März startet wiederum eine von dem bewährten Hans Cadenbach ausgearbeitete Bildersuchfahrt durch das Münsterland.

Die 45. Int. Polizei-Sternfahrt führt 8 Teams des PSV nach Lignano/ Italien.

Die Faustballabteilung plagen weiter personelle Sorgen. Wegen Mangels an eigenen Spielern gründen wir eine startberechtigte Spielgemeinschaft mit dem TV Wanheimerort.

Zum Jahresbeginn führen die Wasserballer mit 12:0 Punkten die Verbandsliga an. Ist ein Wiederaufstieg in Sicht? Nein, zum Jahresende bleibt "nur" Platz 2 der Tabelle.

Am 26. April tritt die Schwimmabteilung der Startgemeinschaft "Sportpark Wedau" bei, nachdem man sich von der bisherigen Startgemeinschaft Duisburg getrennt hatte.

Die Tennisabteilung errichtet auf ihrem Gelände ein neues Unterkunftsgebäude, nachdem das alte und erste "Häuschen" endgültig ausgedient hat.

Die Freizeitsportabteilung startet gleich zweimal hintereinander mit Abteilungsleiter und "Reiseleiter" Dieter Langner in vollbesetzten Reisebussen nach Florenz.

Die 1. Fußballmannschaft steigt nach einjährigem Aufenthalt in der Kreisliga A wieder in die Kreisliga B ab.

Die 1. Schach-Mannschaft erreicht das über Jahre vergeblich angestrebte Ziel und wird Gruppensieger in der NRW-Liga. Bisher bedeutete das den unmittelbaren Aufstieg in die 2. Bundesliga. Mit dem deutschen Ost-West-Zusammenschluss und einer damit notwendig werdenden Neuordnung des Spiel betriebs mit Deutschen Schachbund wird dem möglichen Bundesligaaufstieg noch eine Qualifikationsrunde mit vier Mannschaften vorgeschoben.

Es gelingt, zwei russische Großmeister für unsere 1. Mannschaft zu gewinnen.

Die Übungsleiterin der Judo-Gymnastikgruppe, Jutta Seigis, ist nach ihrer Prüfung zum 3. Dan die höchstgraduierteste Judofrau in Duisburg.

Nachdem die Faustballabteilung ihre bisherige Trainingsstätte Sporthalle Süd aufgegeben hat, erweitert die Judoabteilung ihr Trainingsangebot mit Übernahme der Halle und der dort freigewordenen Zeiten auf den Duisburger Süden. Mark Ingendahl qualifiziert sich für die westdeutschen Einzelmeisterschaften.

Bei den Kreiseinzelmeisterschaften der männlichen A-Jugend erkämpfen gleich drei PSV-Judokas, Andy Bosse, Andreas Frink und Thomas Hoppe den Titel des Kreismeisters.

In Zusammenarbeit mit der Gesamtschule Duisburg-Süd wird eine Schularbeitsgemeinschaft Judo installiert.

Eine Ausrichtung des "Edwin-Cup" mit 150 aktiven Teilnehmern und einer Gürtelprüfung mit 8 Prüflingen sind Beleg für beständig gute Aktivitäten.

Auch die Budoabteilung führt auf Erfolgskurs. In einem Ländervergleichskampf tritt die Landesauswahl NRW gegen eine belgische Auswahl an. Mit Marcel Sütenfuß, Willi Theis, Olaf Baccus, Peter Pfeiffer und Bernd Knabben stellen wir gleich 5 Duisburger Kämpfer neben 5 weiteren Kämpfern aus NRW im Landeskader. Ergebnis: Deutlicher Mannschaftssieg des NRW- Teams!

Bei dem von uns veranstalteten "Wedau-Cup" holen unsere Budokas nach spannenden und technisch hervorragenden Kämpfen unter 20 teilnehmenden Vereinen den Mannschaftssieg!

1992

Am 6. März erfolgt durch Polizeipräsident Rolf Cebin der" 1. Spatenstich" für das neue Vereinsheim auf der Sportplatzanlage Futterstraße. Nach Erstellung der Stahlbeton-Kellerplatte wird am 11. April durch "Bauleiter" Dieter Langner persönlich der erste Mauerstein gesetzt.

Nach jetzt fünf Monaten reger Bautätigkeit hat der Neubau des Vereinsheimes an der Aakerfähr-/Futterstraße Fortschritte gemacht, so daß bereits das Richtfest gefeiert werden konnte. Sämtliche bisherigen Bauarbeiten wurden ausschließlich durch eigene Mitglieder getätigt. Es feierten mit Architekt Manfred Helsper, 2. Vorsitzender Manfred Althaus, Duisburgs Sportamtsleiter Heinz-Gerd Janßen, Geschäftsführer Dieter Langner, Tennisabteilungsleiter Dieter Genenger, Bürgermeister Clemens Fuhrmann, 1. Vorsitzender Gerd Schneider und Polizeipräsident Rolf Cebin.

Am 4. Juni findet in der Rhein-Ruhr-Halle die satzungsgemäße Jahreshauptversammlung statt.

Der Betrieb der Familiensportabteilung kommt zum Erliegen. Wir lösen die Abteilung auf, die freiwerdenden Hallenstunden werden von den Arnerican Footballern übernommen.

Die Budoabteilung beweist, dass sie nicht nur auf der Matte Leistung zeigen kann. Bei dem von Willi Wülbeck organisierten 1. Wald-Lauf geht auch eine Laufmannschaft der Ju-Jutsukas an den Start.

Bei der Motorsportabteilung stehen erneut die Chinesen-Rallye, Orientierungs- und Geschicklichkeitsfahrten auf dem Programm.

Die 46. Int. Polizei-Sternfahrt geht diesmal mit touristischem Programm nach Budapest.

Die "Große Duisburger Radwanderung" bringt am 5. Juli wieder einmal rund 10.000 Radfahrer auf die Pedale. Im August steht eine Abordnung der Abteilung unter Leitung von Lothar Spielkamp im Streckenposteneinsatz bei Rennen auf dem Nürburgring.

Von der Freizeitsportabteilung wird an vier Spieltagen die Duisburger Stadtmeisterschaft im Hallenfußball für Alte-Herren-Mannschaften ausgerichtet.

Zu Beginn des Jahres Probleme in der Schwimmabteilung: Gleich vier Schwimmtrainerinnen und -trainer verlassen den Verein, dabei aus beruflichen Gründen auch der rumänische Wasserballtrainer George Cociuban. Ein Aderlaß, der auch durch Aktivierung anderer Helfer und Übungsleiter nur schwer zu verkraften ist. Doch dank Schwimmwart Arnold Schmitz, Heinz Alscher, Thorsten Alscher, Marc Scheuten und Marc Brinkmann kommt der Trainings- und Wettkampfbetrieb wieder auf Kurs.

Zum 20. Mal national und 10. Mal international ausgerichtet gehen bei den "Sprintertagen" erneut 48 Vereine mit 2500 Einzel- und Staffelmeldungen an den Start, 20 neue Sprinterrekorde werden aufgestellt.

Der 11 jährige Stefan Thiemontz stellt in seinen Wettkampfeinsätzen drei neue Vereinsrekorde auf.

Bei den Trap-Schützen der Schießsportabteilung dominiert Rolf Schroller in einzigartiger Siegerlaune: Nachdem er die Vereins-, Stadt- und Kreismeisterschaft gewonnen hat, belegt er auch bei den Bezirksmeisterschatten den ersten Platz und qualifizierte sich für die Landesmeisterschaft in Bad Neuenahr.

Führungswechsel in der Boxabteilung. Karl-Heinz Haugg, 60 Jahre alt, tritt nicht mehr als Abteilungsleiter an. Sein Nachfolger wird Peter Kern.

Alexander Pfaffengut fährt zur Deutschen Jugendmeisterschaft nach Cottbus.

Lutz Brors holt sich bei der WM in Montreal den Titel des Weltmeisters!

Mit "großem Bahnhof" werden er und sein Trainer Ernesto Zaniol, der auf eigene Kosten seinen Schützling nach Kanada begleitet und dort betreut hat, am Flughafen Düsseldorf von der Boxabteilung empfangen.

Die Judoabteilung veranstaltet am 5. April das erste landesoffene Talentsichtungsturnier für die männliche B- und C-Jugend.

Im Juli und September werden zwei Kreislehrgänge ausgerichtet.

Bei den Stadtmeisterschaften (Jugend) von Duisburg mit rund 100 Teilnehmern holen unsere Kämpfer 8 mal erste Plätze.

Die 1. Mannschaft der Fußballabteilung verbleibt in der Kreisliga B. Die Fußball-Damenmannschaft steht im gesicherten Mittelfeld der Kreisliga. Im Sommer geht's für die B-Jugendlichen zum sechsten Mal über den "großen Teich" nach Kalifornien/USA.

1995

Am 5. November wird das Vereinsheim nach einer Gesamtbauzeit von 20 Monaten in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Verbänden feierlich eröffnet. Noch im Verlauf der Eröffnungsrede wird der unermüdliche und rührige "Bauleiter" Dieter Langner durch den Vereinsvorsitzenden Gerd Schneider zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt.

Das große Talent der Boxabteilung, Lutz Brors, holt sich als Neuling in der Männerklasse bei den Deutschen Meisterschaften einen achtenswerten 3. Platz.

Die Schachabteilung ist in die 2. Bundesliga aufgestiegen!

Unsere American-Footballer "Duisburg Flames", die in den vergangenen Jahren wahrhaft sportliche Furore gemacht, sich im NRW-Pokal sogar gegen Erst- und Zweitbundesligisten durchgesetzt haben und Pokalsieger wurden, stehen vor ihrem Niedergang. Wie verlautet, will man sich mit dem anderen Duisburger Football-Club, den "Duisburg Dockers" zu einem neuen Verein zusammenschließen.

Die Fußball-Damenmannschaft steigt in die Landesliga auf, die 1. Herrenmannschaft bleibt leider im Mittelfeld der Kreisliga B.

In der Volleyballabteilung legt Dietmar Walter nach 10-jähriger Tätigkeit als Übungs- und Abteilungsleiter die Geschicke in die Hände von Ralf Goldschmidt. Diesem zur Seite steht als Sportwart und Kassierer Michael Gürtler.

Die Abteilungsleitung Judo mehr denn je aktiv: So z. B. im Februar Gürtelprüfung für 31 Kinder und Jugendliche und Ausrichtung des 2. landesoffenen Talentsichtungsturniers für die männliche B- und C-Jugend mit 300 Teilnehmern, im März Ausrichtung der Kreiseinzelmeisterschaften männliche A-Jugend, im Mai mit 120 Teilnehmern in das Feriendorf des LSB NW in Hinsbeck, im November zum 4. Mal eine Judo-Dan-Prüfung.

Der leistungsstarke Andy Bosse erhält seit 1989 in ununterbrochener Folge erneut den Vereinspokal mit überragenden 41 Punkten, der Ranglistenzweite besitzt "nur" 19 Punkte.

Rolf Schroller, Schießsportabteilung, qualifiziert sich auch 1993 bei der Landesmeisterschaft für die deutschen Meisterschaften.

Zur Saisoneröffnung der Tennisabteilung schwingt Polizeipräsident Rolf Cebin selbst den Schläger und legt im Doppel ein tolles Match auf die rote Asche.

In der Rangliste NRW belegen unsere Budokas den 3. Platz.

25 Duisburger Bürgerinnen belegen im Mai einen für sie kostenlosen Praxiskurs als Einblick in die Möglichkeiten waffenloser Selbstverteidigung gerade für Frauen. Mitarbeiter des Polizeipräsidiums Duisburg beteiligen sich dienstlich mit eigenen Beiträgen zum Thema Gewalt gegen Frauen.

Andreas Grubba erreicht im "Wushu", auch als "Kung-Fu" bekannt, zweimal erste Plätze auf nationalem Feld und holt sich somit zwei "Deutsche-Meister" -Titel.

Marcel Sültenfuß wird Ju-Jutsu-Landesmeister NRW.

Die Schwimmabteilung wählt einen neuen Abteilungsvorstand. Ernst Stolte tritt als Abteilungsleiter zurück, um sich zukünftig wieder mehr "seinen" Wasserballern zu widmen. Nachfolger wird der Polizeibeamte Horst Buchholz, bisher Geschäftsführer der Abteilung.

Zum wohl letzten Mal werden im Hallenschwimmbad Borkhofer Straße die Int. Sprintertage ausgerichtet. Das Bad soll abgerissen werden. Wir suchen für unsere mittlerweile weit über die Grenzen bekannte Schwimm-Traditionsveranstaltung dann einen neuen und geeigneten Austragungsort.

Auch die Wasserball er sind mit der Saison 1993 zufrieden. Zum Abschluß steht die 1. Mannschaft auf Platz 3 der Verbandsliga, die "zweite" führt als Tabellenerster die Bezirksklasse an.

Erneut wird eine 26 Teilnehmer starke Abordnung der Motorsportabteilung am Nürburgring bei der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft und bei dem 24-Stunden-Rennen vom 8. - 13. Juni als Streckenposten eingesetzt.

Die 47. Int. Polizei-Sternfahrt führt vom 24. - 28. August nach Linz / Österreich. 9 Teams mit 19 Teilnehmern der Motorsportabteilung sind mit dabei.

Die 48. Int. Polizei-Sternfahrt 1994 führt ins Ruhrgebiet und wird von einer Veranstaltergemeinschaft mehrerer Polizeisportvereine im Ruhrgebiet, u. a. natürlich auch unserer Motorsportabteilung, ausgerichtet.

1994

Die satzungsgemäße Jahreshauptversammlung geht am 21. April in harmonischer und sachlicher Form in der Rekordzeit von nur 70 Minuten "über die Bühne". Erstmals tagt das höchste Organ des Vereins im neuen Eigenheim auf der Sportplatzanlage Futterstraße.

Geschäftsführer Dieter Langner erhält die Sportehrenplakette aus der Hand von Oberbürgermeister Josef Krings.

In der Schießabteilung überlässt Günter Berner nach fast 20jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit als Schießleiter der Trapschützen, zeitweise auch Leiter der Gesamtabteilung Schießsport, der auch 1975 das Trapschießen in unserem Verein ins Leben rief, diese Aufgabe seinem Nachfolger im Amt, Heinrich Osterhage.

Bei den Stadtmeisterschaften belegen unsere Schützen in der Senioren, Alters- sowie Schützen klasse jeweils die Plätze 1 - 3, wahrhaft Ausdruck von Leistungsstärke.

Die 1987 gegründete Abteilung American Football hat leider zum Jahreswechsel 93/94 ihre Tätigkeit eingestellt und schließt sich mit dem bisherigen Duisburger Lokalrivalen "Duisburg Dockers" zu einem neuen Gesamtverein "Duisburg Lightnings" zusammen, sportlich sicher eine gute Lösung.

Die Schachabteilung, erst in der letzten Saison aus der NRW-Liga in die 2. Bundesliga aufgestiegen, schafft gleich den Durchmarsch in die 1. Bundesliga!

Die Freizeitsportabteilung lädt im August zum 20jährigen Bestehen ihrer Hobby-Fußballmannschaft alle ehemaligen Spieler in das Vereinsheim ein.

Der erst seit einem Jahr als Abteilungsleiter der Schwimmer im Amt befindliche Horst Buchholz tritt auf der Abteilungshauptversammlung zurück. Nach anfänglicher Ratlosigkeit springt Schwimmwart Arnold Schmitz in die erste Reihe und übernimmt zusätzlich zu seiner bisherigen Funktion auch die des Abteilungsleiters.

Die traditionellen "Sprintertage" finden erstmals im Hallenbad Hamborn statt.

Die Saison 93/94 der Fußballabteilung bringt sportlich nicht das, was erwartet wurde. Eine 2. Männermannschaft wird aufgestellt, tut sich etwas schwer, steht aber auch zur Verstärkung der "Ersten" zur Verfügung.

Stolz sind wir auf die neue E/F-Mannschaft, die seit Beginn der Saison erstmals am offiziellen Spiel betrieb teilnimmt.

Die Damenmannschaft hat den Klassenerhalt geschafft. Im Sommer reisen die Damen erstmals zur traditionellen "Traumreise" in die USA.

Die A- und B-Jugend reist in den Herbstferien nach Spanien.

Boxabteilung: Lutz Brors wird wiederum ohne Mühen Westdeutscher Meister und ist damit zur Teilnahme an den "Deutschen" nominiert.

In Zusammenarbeit mit der Emil-Rentmeister-Schule führt die Boxabteilung ein Informations- und Schnuppertraining durch.

Am 5. Februar richtet die Judoabteilung die Kreiseinzelmeisterschaft der Männer und ein Turnier für Frauen aus. Beim Kreisturnier am 6. März erkämpfen unsere Judokas u. a. 8 erste, 5 zweite und 6 dritte Plätze. Beim 3. landesoffenen Talentsichtungsturnier, von Abteilungsleiter Erik Gruhn und seinem Mitarbeiterteam wiederum erfolgreich ausgerichtet, stehen sage und schreibe 547 (!) Nachwuchsjudoka auf den Matten.

Die Mitgliederzahl der Abteilung überschreitet die 300er-Marke, gegenüber 1990 eine Steigerung von 200 %!

Auch die Budoabteilung holt sich neue Gürtel, 26 Sportlerinnen und Sportler sind erfolgreich. Pressewart Ingo Wasserstraß besteht seine Meisterprüfung zum 1. Dan und steht damit als 5. Lehrbeauftragter der Abteilung zur Verfügung.

Im von uns ausgerichteten "Wedau-Cup" holen die Kämpfer des PSV Wuppertal erneut den begehrten Wanderpokal heim ins Bergische Land.

1995

Im 75. Jahr unseres Vereinsbestehens endet hier eine lange Chronik, die mehr als die Zeit eines erfüllten Menschenlebens umfasst. Unendlich viel hat sich in dieser Zeit ereignet, sei es in politischer, gesellschaftlicher oder sportlicher Hinsicht. Gegenüber den "Gründerjahren" sind Sportvereine heute viel offener geworden. Gutes Bestehendes zu wahren, aber sich auch jedem Neuen gegenüber aufgeschlossen zeigen, muss Richtschnur des Handeins sein. Innerlich gut gefestigt stehen wir im Jubiläumsjahr bei einem Mitgliederstand von mehr als 1700 Personen wirtschaftlich gesund da. Viele Wünsche vergangener Jahre haben wir realisieren können, neuen Wünschen und Notwendigkeiten gilt es sich zu stellen.

Der Verfasser hat in vorliegender Chronik versucht, allen Ereignissen und Entwicklungen im Verein gerecht zu werden. Sicherlich sind nicht alle Schwerpunkte perfekt gesetzt, Wichtiges mag vergessen, Unwichtiges genannt worden sein. Wir hoffen jedoch, dass diese Chronik gelesen und so verstanden wird, wie sie geschrieben ist: Spiegelbild von 75 Jahren Vereinsgeschichte.

Auf die Ereignisse des laufenden Jahres 1995 sind wir hier nicht mehr eingegangen. Dies wird vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt.