PSV Duis­burg trotzt Top­team: Star­kes Remis gegen Bayer 04 Leverkusen

Am zwei­ten Kampf­tag der 2. Judo-Bun­­des­­liga erkämpfte sich der PSV Duis­burg ein über­ra­schen­des Unent­schie­den gegen den kla­ren Favo­ri­ten TSV Bayer 04 Lever­ku­sen. Das Ergeb­nis fühlt sich für die Mann­schaft an wie ein Sieg.

Dabei war das Team mit zwei Nie­der­la­gen in den ers­ten Heim­kampf­tag der Sai­son gestar­tet: Tai­sir Nouh gab in der Klasse bis 66 kg sein Bes­tes, unter­lag aber letzt­lich Milan Peters. Der Kampf ‑60 Kilo­gramm musste ver­let­zungs­be­dingt kampf­los abge­ge­ben wer­den. Alex­an­der Heid­rich (-100 kg), der vor zwei Wochen noch gefehlt hatte, sorgte gegen Björn Kon­rad dann aber für den Anschluss­punkt. Er hatte bereits mit Yuko vorne gele­gen, ehe er mit einer Fuß­tech­nik und anschlie­ßen­dem Hal­te­griff noch den ver­dien­ten Ippon lan­dete. Im anschlie­ßen­den Duell war Mau­rice Nuckelt (-90 kg) nach über drei Minu­ten bereits sicht­lich ange­schla­gen, nutzte aber einen Feh­ler sei­nes Geg­ners David Topo­lenko kon­se­quent aus: Ein erneu­ter Hal­te­griff brachte dem PSV damit den 2:2‑Ausgleich. Timo Hendrichs konnte gegen den deut­lich schwe­re­ren Jan Luca Schat­ten in der Gewichts­klasse +100 kg zwar nicht bestehen, doch Boh­dan Shers­hen (-73 kg) gelang gegen Lars Matis bereits nach 41 Sekun­den der Sieg durch Juji-gatame. Die Füh­rung zur Halb­zeit war für die Duis­bur­ger also in greif­bare Nähe gerückt. Im letz­ten Kampf vor der Pause geriet Dirk Ass­mann (-81 kg) aller­dings mit zwei Yuko in Rück­stand. Mit einem spek­ta­ku­lä­ren Kata-guruma zum Ippon gab er dem Kampf dann die ent­schei­dende Wen­dung und sei­ner Mann­schaft einen 4:3‑Vorsprung vor dem zwei­ten Durchgang.

Hier gab der PSV die Begeg­nun­gen der Klas­sen bis 60 und bis 66 Kilo­gramm erneut ab. Alex­an­der Heid­rich domi­nierte dann aber die Revan­che gegen Björn Kon­rad und holte mit einem Ko-uchi-gari sei­nen zwei­ten Punkt des Tages. Jus­tin Kap­pes (-90 kg) sorgte gegen David Topo­lenko in Folge kurz vor Ende des Kamp­fes für eine Über­ra­schung als er sich und mit einem Yuko Rück­stand und trotz eines ver­letz­ten Fußes dank eines Arm­he­bels durch­setzte. Hin­ge­gen unter­lag Tris­tan Lick­feld Jan Luca Schat­ten, nach­dem er sich aus einem Hal­te­griff nicht mehr befreien konnte. Beim Stand von 6:6 wür­den also die letz­ten bei­den Kämpfe die Gesamt­be­geg­nung ent­schei­den. Boh­dan Shers­hen holte mit meh­re­ren Selbst­fall­tech­ni­ken gegen Niklas Jakobs einen unge­fähr­de­ten, wich­ti­gen Sieg für den PSV. Für den ulti­ma­ti­ven Coup reichte es am Ende lei­der trotz­dem nicht: Andrii Horo­venko ver­lor die Klasse bis 81 Kilo­gramm knapp über Zeit gegen Leif Schwarz.

Das Resul­tat von 7:7 trübte die Stim­mung der Mann­schaft des PSV Duis­burg jedoch kaum: Nicht nur erkämpfte sich das Team sein bis­her bes­tes Ergeb­nis in der Bun­des­liga, son­dern dies gegen einen Ver­ein, der in der Vor­sai­son kei­nen ein­zi­gen Punkt abge­ge­ben hatte. Damit ist der PSV end­gül­tig in der Liga ange­kom­men und trai­niert nun mit Rücken­wind für den nächs­ten Kampf­tag am 9. Mai in Oberhausen.

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