Deut­sche Ein­zel­meis­ter­schaf­ten – ein Rückblick

Ein Judo-Wochen­ende, wie man es nur ein­mal im Jahr erlebt. Und auch nur, wenn man haut­nah dabei ist: Die Deut­schen Meis­ter­schaf­ten der Frauen und Män­ner aus­zu­rich­ten ist sicher­lich Bürde und Pri­vi­leg zugleich. Was im Vor­feld alles zu orga­ni­sie­ren und zu klä­ren war, das war mit­un­ter schnell ver­ges­sen, wenn man an zwei Tagen stun­den­lang Judo auf Top-Niveau beob­ach­ten durfte. Da ver­gin­gen die rund 35 Stun­den, die der harte Kern am Wochen­ende in der Halle ver­brachte – von einem eher zähen Auf­bau mal abge­se­hen – wie im Rausch.

Und dass am Ende prak­tisch alles rei­bungs­los ablief, dafür emp­finde ich vor allem Dank­bar­keit für ein inzwi­schen bemer­kens­wert rou­ti­nie­rier­tes Team. Bemer­kens­wert auch des­halb, weil an einem Wochen­ende ver­schie­denste Akteure (DJB, PSV Duis­burg, Kampf­rich­ter, externe Fir­men, …) zusam­men dem gemein­sa­men Ziel ent­ge­gen­ei­fern: Näm­lich eine mög­lichst pro­fes­sio­nelle Ver­an­stal­tung mit letzt­lich begrenz­ten Res­sour­cen durch­zu­füh­ren. Judo ist eben doch kein Fuß­ball (und das ist auch gut so). So waren alleine aus unse­ren Rei­hen und denen von Ange­hö­ri­gen (Eltern, Part­ner und so wei­ter) über 60 Leute aus­schließ­lich ehren­amt­lich im Ein­satz und haben ihre Zeit die­sem Ziel mit oft beacht­li­cher Selbst­ver­ständ­lich­keit geop­fert. Das zeit­ge­mäße Setup mit elek­tro­ni­scher Bande und pro­fes­sio­nel­lem Stream war in die­sem Jahr ein kla­res Upgrade zu 2025.

Für die DEM 2027 bliebe sich viel­leicht ein etwas güns­ti­ge­rer Zeit­punkt zu wün­schen: Das Wochen­ende nach einem Fei­er­tag machte die Hel­­fer-Akquise nicht gerade leicht. Zumal die Aus­rich­tung des Inter­na­tio­na­len Tur­niers U16 gerade ein­mal sie­ben Wochen zurücklag.
Und auch die bei der Zahl der Zuschauer war in die­sem durch­aus noch Luft nach oben.

Mit die­sem Blog­bei­trag habe ich sti­lis­ti­sches Neu­land betre­ten. Mal schauen, viel­leicht wird es sol­che Ein­träge spo­ra­disch geben. Es folgt der sach­li­che Teil.

Minis­ter­prä­si­dent Hen­drik Wüst eröff­nete die Deut­schen Meis­ter­schaf­ten in Duisburg

Pas­send zum 100-jäh­ri­­gen Jubi­läum der Deut­schen Meis­ter­schaf­ten im Judo war am ers­ten Wett­kampf­tag hoch­ran­gige poli­ti­sche Pro­mi­nenz in Duis­burg ver­tre­ten. Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­lens Minis­ter­prä­si­dent Hen­drik Wüst eröff­nete die Ver­an­stal­tung offi­zi­ell und betonte die beson­dere Bedeu­tung des Judo­sports für das Bundesland.

Zu den wei­te­ren Ehren­gäs­ten gehör­ten unter ande­ren Bun­des­mi­nis­te­rin Bär­bel Bas, MdB Mah­mut Özd­emir sowie Duis­burgs Bür­ger­meis­te­rin Edel­traud Kla­buhn. Den offi­zi­el­len Eröff­nungs­akt schloss DJB-Prä­­si­­dent Tho­mas Schy­nol ab, bevor im Final­block die ers­ten sechs deut­schen Meis­ter­ti­tel ver­ge­ben wurden.

Zuvor hatte der Deut­sche Judo-Bund Michael Bazyn­ski als Vor­stand Leis­tungs­sport ver­ab­schie­det. Der 67-jäh­­rige frü­here Frauen-Bun­­des­­trai­­ner erhielt außer­dem die Gol­dene Ehren­na­del des NWJV. Nach sei­ner akti­ven Lauf­bahn begann der frü­here Vize-Euro­­pa­­meis­­ter seine beruf­li­che Lauf­bahn von 1989 bis 2000 beim Nor­d­rhein-Wes­t­­fä­­li­­schen Judo-Ver­­­band als Lan­des­trai­ner und Leistungssportkoordinator.

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