PSV-Jugend prä­sen­tiert sich beim
Lan­des­sich­tungs­tur­nier in guter Form

Mehr als 350 Judo­kas aus drei Alters­klas­sen tra­fen am Wochen­ende in Lünen beim Lan­des­sich­tungs­tur­nier auf­ein­an­der. Fünf Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten vom PSV Duis­burg konn­ten sich in dem außer­or­dent­lich stark besetz­ten Teil­neh­mer­feld behaup­ten und sicher­ten sich Medaillenplätze.
Das am gesam­ten Wochen­ende statt­fin­dende Event im Kreis Unna star­tete am Sams­tag mit den Alters­klas­sen U17 und U20. In der männ­li­chen U17 erkämpfte sich Ali Guli­yev (Gewichts­klasse ‑55 kg) die Sil­ber­me­daille. Er war mit zwei schnel­len Sie­gen gegen Lucca Schmitz aus Kreuzau und Erik Grin­kin aus Gel­sen­kir­chen in das Tur­nier gestar­tet. Im anschlie­ßen­den Halb­fi­nale gelang ihm im Boden nach guter Vor­ar­beit eine Hebel­tech­nik, sodass er sich auch hier gegen sei­nen Geg­ner Andrej Reyn­gold vom JC 71 Düs­sel­dorf durch­set­zen konnte. Im Finale musste er sich zwar gegen Niklas Gil­len­kirch vom JC 66 Bot­trop geschla­gen geben, erreichte aber mit dem zwei­ten Platz den­noch eine starke Platzierung.
In der nächst­hö­he­ren Gewichts­klasse ‑60 kg konnte Andrii Horo­venko bis ins Halb­fi­nale vor­drin­gen. Hier lie­ferte er sich mit dem Bot­tro­per Phil­ipp Vrcho­ti­cky ein län­ge­res Duell, musste am Ende aber eine Nie­der­lage hin­neh­men. Im klei­nem Finale ließ er Ayoub Al Schafi keine Chance: Bereits nach 32 Sekun­den enst­schied er die Begeg­nung gegen den Ath­le­ten aus Bonn durch eine Kon­ter­tech­nik für sich und sicherte sich damit die Bronzemedaille.
„Die bei­den haben tech­nisch auf einem wirk­lich hohen Niveau gekämpft“, lobt Trai­ner Jan-Luca Schmitz die bei­den Jun­gen aus der Ukraine, „zumal es für sie erst ihr zwei­tes Tur­nier in Deutsch­land war.“

Mit einem sen­sa­tio­nel­len Ippon durch eine Fuß­tech­nik nach nur zehn Sekun­den fegte Lucian Gumny (-60 kg) sei­nen ers­ten Geg­ner Felix Kretke aus Herne in der Alters­klasse U20 sprich­wört­lich von der Matte.

Das anschlie­ßende Halb­fi­nale ging an sei­nen Kon­tra­hen­ten, sodass es im fol­gen­den Kampf um den drit­ten Platz ging. Hier ging Olek­sandr Niku­lin von der TG Neuss zunächst mit Waza-ari in Füh­rung. Eine erneut sehr starke Fuß­tech­nik von Gumny blieb ohne Bewer­tung durch den Kam­prich­ter, sodass er am Ende Platz drei knapp ver­passte. „Hier muss man schon von einer sehr unglück­li­chen Nie­der­lage spre­chen“, drückt Jan-Luca Schmitz sei­nen Unmut über die Kampf­rich­ter­ent­schei­dung aus. „Aller­dings hatte Lucian natür­lich auch vier Minu­ten Zeit für eine höhere Wertung.“

Eben­falls am Sams­tag star­tete Finja Poth in der weib­li­chen U17 in der Klasse ‑48 kg. Ihr gelang nach einer Nie­der­lage zum Auf­takt ein Sieg gegen Lena Beyer vom TSV Bayer 04 Lever­ku­sen, konnte danach trotz star­ker Kämpfe keine Begeg­nung mehr für sich ent­schei­den, sodass sie am Ende Platz 7 belegte.

Die Judo­kas der U14 gin­gen in Lünen am Sonn­tag an den Start. Hier erkämpfte sich Tara Schrö­ter (-44 kg) dank zweier Siege gegen Hanna Lun­at­schek vom SSF Bonn und Emily Balde (Soes­ter TV) einen star­ken drit­ten Platz. Sofiia Mov­chan zeigte gro­ßen Kampf­geist und errang ihrer­seits eine Bron­ze­me­daille in der Gewichts­klasse ‑36 kg, wäh­rend für Emma Hay (-57 kg), die am Ende Platz sie­ben belegte, ihre erste Teil­nahme bei einem Tur­nier die­ser hohen Eben eine wich­tige und wert­volle Erfah­rung war.

Für das High­light des Tages sorgte Svit­lana Mov­chan (-40 kg). Sie unter­lag in ihrer Auf­takt­be­geg­nung zunächst Elo­die Ham­dan vom 1. Godes­ber­ger Judo-Club. In der Trost­runde zeigte sie dann aber ihren gan­zen Kampf­geist: Nach einem raschen Sieg über Lisa Beste aus Hüls stand die Duis­bur­ge­rin im klei­nen Finale. In die­sem geriet sie früh­zei­tig in Rück­stand und befand sich im Hal­te­griff ihrer Geg­ne­rin am Rande der Nie­der­lage, als ihr zwei Sekun­den vor der Wer­tung der Kon­tra­hen­tin Char­lotte Kro­nen­thal (Oster­a­ther TV) erst die Befrei­ung und im Anschluss sel­ber der sieg­brin­gende Hal­te­griff gelang. Somit gewann sie hoch­ver­dient die Bronzemedaille.

Menü