Bei den Westdeutschen Einzelmeisterschaften der U21 konnten sich zwei Athletinnen und zwei Athleten des PSV Duisburg für die nationalen Titelkämpfe qualifizieren.
In der Gewichtsklasse ‑66 kg traten bei den Männern zwei PSV-Sportler an. Taisir Nouh präsentierte sich nach einer Niederlage im ersten Kampf in der Trostrunde als starker Bodenkämpfer und erkämpfte sich vor seinem Ausscheiden zwei starke Siege durch die Hebeltechnik Juji-gatame.
Sebastian Breit startete mit einem Sieg durch Tomoe-nage in den Wettkampf. Im Viertelfinale konnte er einen weiteren, taktischen, Sieg einfahren, ehe ihn im Halbfinale der spätere Titelgewinner Julius Hirschfelder vom JC 66 Bottrop bezwang. Das kleine Finale bestritt Breit dann wieder sehr routiniert: Nach nur 16 Sekunden verwandelte er einen tiefen Seoi-nage in einen Ippon zum Sieg und damit Platz drei.
Andrii Horovenko trat in seinem ersten Jahr in der Altersklasse U21 in der teilnehmerstarken Gewichtsklasse ‑81 kg an. In seinem Auftaktmatch konnte sich der PSV-Athlet mit zwei Yukos zunächst die Führung erarbeiten, unterlag aber letztlich dem späteren Erstplatzierten Leif Schwarz aus Leverkusen knapp. Vier souveräne Siege in der Trostrunde, bei denen er vor allem Sode-tsurikomi-goshis präsentierte, brachten ihn in den Kampf um den dritten Platz. Nach fünf Kämpfen inzwischen etwas angeschlagen wurde er hier von Daniel Kniss (PSV Herford) gekontert. Nicht zuletzt sein Auftritt gegen Leif Schwarz zeigten, dass er auch als Fünftplatzierter das Zeug für die Deutschen Meisterschaften hat.
Bei den Frauen startete Finja Poth, die sich auch im Vorjahr schon zu den Deutschen Meisterschaften qualifizieren konnte, in der Gewichtsklasse ‑52 kg. Sie stand nach einem Sieg durch Uchi-mata im Viertelfinale im Halbfinale Emma Schreiber vom 1. JC Mönchengladbach gegenüber, gegen die sie in der Vergangenheit schön häufiger das Nachsehen hatte. Dieses Mal jedoch nutzte die Duisburgerin einen Fehler ihrer Gegnerin konsequent aus und gewann das Duell mit einem Haltegriff. Im Finalkampf unterlag Poth, die mit Ko-uchi-gari geworfen wurde, Lena Busiek vom TSV Ladbergen und wurde somit Westdeutsche Vizemeisterin.
Lojin Nouh, im ersten Jahr der U21 und mit einem gelb-orangenen Gürtel noch relativ niedrig graduiert, sorgte in ihrem ersten Kampf für eine Überraschung als sie nach einem Rückstand von zwei Shidos noch mit Juji-gatame gewinnen konnte. Nach Niederlagen im Halbfinale und im Kampf um Platz drei belegte sie somit einen guten fünften Platz.
Die Erst- bis Fünftplatzierten jeder Gewichtsklasse der Westdeutschen sind für die Deutschen Einzelmeisterschaften U21 qualifiziert, die am 07. und 08. März in Potsdam stattfinden. Mit zwei Medaillen und vier qualifizierten Judokas gehört der PSV Duisburg zu den erfolgreichsten Vereinen bei den Westdeutschen Meisterschaften U21.
