Wie die Judo­kas des PSV Duis­burg trotz Corona
kämpfen

Kör­per­kon­takt und Indoor – das gehört nor­ma­ler­weise zum Kampf­sport dazu. Daher ist der Judo­sport in Corona-Zei­­ten ganz beson­ders von den Ein­schrän­kun­gen betrof­fen. Im Lock­down geht dann so gut wie gar nichts mehr. Jeder ist auf sich gestellt und muss alleine schauen, wie er sich sport­lich bei Laune hält.

Mit der Ver­kün­dung der Corona-Ein­­schrän­­kun­­gen im Novem­ber war wie­der klar: Ver­eins­sport und vor allem Kon­takt­sport muss aus­set­zen! Für die Judo­kas des PSV Duis­burg ist dies den­noch kein Grund für eine voll­stän­dige sport­li­che Pause. Zwar darf man den eige­nen Sport nicht wie gewohnt aus­üben, aber der Trai­ner­stab des Ver­eins über­legte sich ein Kon­zept, wie sich alle Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten trotz des Lock­downs sport­lich betä­ti­gen können.

Sozia­les Jahr (FSJ) ganz anders

Unter der Anlei­tung des für die PSV-Judo­a­b­­tei­­lung täti­gen FSJ­lers Jan-Luca Schmitz fin­det täg­lich von Mon­tag bis Frei­tag jeden Abend ein gemein­sa­mes Online-Trai­­ning statt, in dem die judo-typi­­schen Bewe­gun­gen ohne Part­ner vor der Kamera wie­der­holt wer­den und ein gro­ßer Fokus auf die Ath­le­tik im Hin­blick auf die Koor­di­na­tion und Kraft gelegt wird. So wird nicht nur die eigene Judo­ja­cke gewor­fen und zum neuen Geg­ner per­so­ni­fi­ziert, son­dern auch mit Socken gemein­sam jon­gliert oder Lie­ge­stütze gemacht. Das Online-Trai­­ning ist in ver­schie­dene Alters­grup­pen auf­ge­teilt und fin­det im Ver­ein gro­ßen Anklang. „Alle sind froh, wenn sie sich bewe­gen kön­nen“, meint der 18-jäh­­rige Jan-Luca, der direkt zu Beginn sei­ner FSJ-Zeit beim PSV die Trai­ner­aus­bil­dung des Judo-Ver­­­ban­­des absol­viert hat.

Zum ande­ren orga­ni­sierte er eine Chall­enge mit dem Part­ner­ver­ein Bran­der TV Aachen, bei der mitt­wochs und sonn­tags eine neue Her­aus­for­de­rung aus­ge­ru­fen wurde und sich beide Ver­eine maßen, wer mehr Punkte holen kann. „Bei uns Judo­kas gibt es immer einen Wett­kampf­ge­dan­ken. Damit die­ser auch in die­sen schwie­ri­gen Zei­ten umge­setzt wird, haben wir diese Lock­­down-Chal­l­enge“ orga­ni­siert, erklärt Jan-Luca. Auch hier gab es eine über­ra­gende Reso­nanz sei­tens der Sport­ler, da sich ein Groß­teil der akti­ven Judo­kas daran betei­ligte, flei­ßig Punkte für den PSV bei „Ham­pel­män­nern“, Lie­ge­stüt­zen, der Stand­waage und wei­te­ren Her­aus­for­de­run­gen zu sam­meln. Der Ein­satz wurde am Ende mit dem Sieg belohnt!

Eins ist klar: Die Judo­kas des PSV Duis­burg kämp­fen wei­ter, viel­leicht gerade anders als sonst, aber die Rück­kehr auf die Judo­mat­ten wird zu einem Fest werden.

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